Auf dem Luckenwalder Berg,(nördlich von Jüterbog an der alten B101) befanden sich um 1960 mehrere kleine Kiesgruben. Eine dieser Kiesgruben in der Luckenwalder Straße wurde mit Feldbahnkipploren betrieben. Diese Loren wurden per Seilzugwinde mit Pferdezugkraft gezogen. Von einer Hochrampe aus wurde der Kies anschließend auf Pferdefuhrwerke verladen. Um dann auf den Baustellen verarbeitet zu werden.

1970 wurde die letzte Kiesgrube aufgegeben und mit Bauschutt zugeschüttet. Die 600mm Feldbahn wurde abgebaut und verschrottet.

Heute befindet sich hier ein Gewerbegebiet und es erinnern nur noch Baumreihen an die ehemalige Einfahrt zur Kiesgrube.

Um an diese Kiesgrube zu erinnern, sollte zuerst nur eine Kipplore auf dem Nachbargrundstück an der Straße aufgestellt werden. (Heute, Marke der LGFB)

Aus dieser Geschichte heraus, entstand das Interesse zur Bedeutung der Feldeisenbahn in und um Jüterbog zu erhalten.

1995 begann das intensive Sammeln von feldbahntypischen Material. Denn nicht nur in Kiesgruben , sondern auch in Ziegeleien, Sägewerken, Waldeisenbahnen und das örtliche Militär nutzten diese leichte Bauweise einer Feldbahn.  

Bis 1998 entstand auf dem heutigen privaten Gelände eine Interessante Gleisanlage mit drei Haltepunkte mit Bahnsteige zum lebendigen Vorführen einer Feldeisenbahn mit Loren- und Personenzugbetrieb.

Das Sammelsurium umfasst mittlerweile über 24 unterschiedliche Loren und Wagen, dazu ein behindertengerechter Eigenbaupersonenzug und zwei Ns1 Feldbahnloks vom LKM. über 7 Weichen können ca. 350m Gleis befahren werden.

Seit nunmehr 20 Jahren laden Fahrtage bei der LGFB-Lineksgartenfeldbahn in Jüterbog zum Mitfahren und erleben ein.

Dieses private Projekt zur 600mm Feldbahngeschichte soll ein Beitrag sein, die historische Entwicklung der Eisenbahn, zu erhalten und gleichzeitig noch zu erleben.

Bei einem Besuch , wünsche ich viel Vergnügen, sowie erlebnis- und lehrreiche Stunden auf dem privatem Feldeisenbahngelände in Jüterbog, Luckenwalder Straße 43.



Hinweis: Auf dem Privatgelände besteht das Betreten und Mitfahren auf eigene Gefahr